Holzbauprojekt

Vom Waldmeister zum Hobelfritz

Projektzeitraum: Schuljahr 2010/11

 

Im Oktober 2009 besuchten die SchülerInnen die Landesausstellung OÖ "Mahlzeit". Am Ausstellungsgelände befand sich ein großer ansprechender Spielplatz, der unsere SchülerInnen dazu inspirierte, den Schulgarten umzugestalten. Von der Ausstellung zurück begannen einige Jungs fleißig Pläne zu zeichnen. Nachdem diese Pläne immer konkreter wurden (mit genauen Längen- und Größenangaben, natürlich aus Holz) sahen wir uns veranlasst diesem authentischen Bedürfnis nachzugehen.

Zunächst wurde überlegt woher die Rohstoffe stammen könnten. Daraus ergab sich die Idee einer Kooperation mit der Land- und Forstwirtschaftlichen Fachschule Hohenlehen (ebenfalls Ökologschule). Nach einer waldpädagogischen Führung werden LehrerInnen und SchülerInnen der FS gemeinsam mit unseren Kindern drei Bäume fällen. Diese Bäume werden dann in ein der Schule nahegelegenes Sägewerk gebracht und im Beisein der SchülerInnen weiterverarbeitet. Das selbstgefällte, aufgesägte Holz wird dann zur Schule geführt, wo ein Tischlermeister mit den Kindern und einigen Eltern an der Ausführung der Pläne arbeiten wird. Um noch einen differenzierteren Einblick in die Arbeit mit Holz zu bekommen dürfen die SchülerInnen den Tischlereibetrieb des Meisters besuchen. Das Projekt gibt den Kindern Einblick vom Wachstum der Pflanzen bis hin zum fertigen umweltfreundlichen erneuerbaren Rohstoff Holz - das greifbare Ergebnis sind selbstgeplante und selbstgebaute Erlebniselemente im Schulgarten.

Projektziele sind: den Kreislauf der Natur kennenlernen, den umweltfreundlichen Rohstoff Holz kennenlernen, das Wachstum eines Baustoffes erfahren, gemeinsames Naturerlebnis, Kooperation mit einer anderen Schule (LehrerInnen und SchülerInnen), Kooperation mit Gewerbetreibenden in der Region (Sägewerk, Tischler, Förster), eigene Ideen umsetzen, exaktes Planen, in der Gemeinschaft demokratische Entscheidungen für die Gestaltung treffen, Einbindung der Eltern, den eigenen Schulaußenraum selbst kreativ gestalten.

Nachhaltige Wirkung und Entwicklungsperspektive: umgestalteten Schulaußenraum intensiver nutzen, durch Zusammenarbeit mit Eltern werden diese animiert sich mit dem umweltfreundlichen Baustoff Holz auseinanderzusetzen, das Erleben mit allen Sinnen prägt die Kinder langfristig und hat Einfluss auf Entscheidungen im späteren Leben. Vorbildwirkung für andere Schulen. Schadstofffreier Baustoff wirkt gesundheitsfördernd. Arbeit in der freien Natur stärkt das Immunsystem und fördert den seelischen Ausgleich. Das Erreichen selbstgesetzter Ziele stärkt das Selbstwertgefühl.

 

Projektleiter: Hanns Frei